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Für dieses multimediale Reportage-Format nutzen wir neben Texten und Fotos auch Audios und Videos. Daher sollten die Lautsprecher des Systems eingeschaltet sein.

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360° Bildung
Bildungsplattform für virtuelle Lernerfahrungen und Exkursionen

360° Bildung

Logo https://kurvewustrow.pageflow.io/360-grad-bildung

Die 360°-Plattform

Willkommen auf unserer Open Access Plattform 360° Bildung!
Unsere Webseite für 360°-Technologie-basierte Umgebungsmodelle bietet frei zur Verfügung stehende virtuelle Lernaktivitäten, Exkursionen und Museumsbesuche, die zur Unterstützung in Bildungskontexten oder zum Selbststudium eingesetzt werden können. 360°-Technologien sorgen dabei für nachhaltige Lernerfahrungen bei nur niedrigen technische Eingangshürden.

Der Fokus der mit Hilfe von 360° 3D Scans, Fotos und Videos erstellten virtuellen Touren und Exkursionen, liegt bisher auf Infrastrukturthemen für die Ausbildung von Studierenden der Umweltingenieurwissenschaften. Diese werden jedoch kontinuierlich um weitere Themenfelder und Fachgebiete ergänzt.

Für die Erstellung und Realisierung der 360° Umgebungen setzen wir gezielt niedrigschwellige Technologien ein. Damit wollen wir die Digitalisierung in der Hochschullehre vorantreiben und mit Hilfe von didaktisch aufbereiteten virtuellen Exkursionen Studierenden Praxiswissen zu vermitteln. Aus Sicht der Hochschulbildung sehen wir genau an dieser Stelle Handlungsbedarf, da Studierende während ihres Studiums Praxiswissen sowie anwendungsorientierte Lernerfahrungen bisher nur unzureichend erlernen. Daher ist es unser Ziel, einen niedrigschwelligen Einstieg in hochwertige digitale Lernszenarien für die Hochschullehre zu erreichen.

Die 360°-Rundgänge, und die Grundlagen für ihre Erstellung, werden wir im weiteren Verlauf der Plattformentwicklung als Open Educational Resource (OER) allen Interessierten zur Verfügung stellen. Dies soll für Sie selbst Anreize schaffen, eigene Projekte zu realisieren und mit der stetig wachsenden Community zu teilen. Unser Anliegen ist es, mit breit verfügbaren 360°-Technologien den Einstieg in die Digitalisierung zu vereinfachen, so dass jede/r Lehrende dazu befähigt wird, Inhalte in Lehrveranstaltungen ohne aufwändige Vorbereitung einzusetzen und/oder eigene Inhalte zu erzeugen. Dabei möchten wir gleichzeitig evaluieren, wie die Digitalisierung dabei helfen kann, kollaborativ und ortsunabhängig zusammenzuarbeiten und gesellschaftliche sowie soziale Hürden abzubauen.

Wir wünschen Ihnen viele interessante Einblicke!


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360°-Anwendungen

Bei dieser virtuellen 360°-Exkursion durch das Wohngebiet „Neues Bauen am Horn in Weimar steht der zu entwickelnde Grobentwurf eines Entwässerungskonzepts für das ca. 40 Wohngebäude umfassende Stadtquartiert im Mittelpunkt. Empfohlen wird sie für Lehrveranstaltungen der Abwasserinfrastrukturplanung, wie beispielsweise einen Bachelorkurs der Siedlungswasserwirtschaft. Eingebunden ist die 360°-Exkursion in ein kollaboratives Lernszenario, in dem Studierende miteinander im Rahmen der Bearbeitung verschiedener Aufgaben miteinander kooperieren, was von Lernenden als motivierend und lehrreich empfunden wird. Folgende Grundlagen der Entwässerungsplanung sind dabei zu beachten:
  • Berücksichtigung zentraler Planungsgrundsätze
  • Regelkonforme Ableitung von häuslichem Abwasser und Regenwasser
  • Berücksichtigung geographischer und raumstruktureller Bedingungen (u.a. Gefälle, Freiräume, Tiefgarage)
  • Optimale Übergabepunkte der Grundstücke
  • Abstimmung der Leitungsführung im öffentlichen und privaten Raum 
  • Integration und Anschluss an Bestandsleitungen in der Umgebung
  • Integration von Maßnahmen der Regenwasserbewirtschaftung (u.a. Rigole, Versickerungsmulde, Zisterne und Dachbegrünung)
Das Lernszenario wird in den nächsten Semestern deutschlandweit von 11 Hochschulen (u.a. der Hochschule Wismar, der Universität Wuppertal, der Technische Universität Hamburg (TUHH) und der TU Berlin) eingesetzt werden. Detailliertere Informationen zum Lernszenario und den dazu gehörigen Unterlagen für den Einsatz in der Lehre finden Sie (als Download) unter folgendem Link.

Das Lernszenario wurde bereits mehrfach erfolgreich mit Studierenden durchgeführt. Erste Evaluationsergebnisse wurden bereits veröffentlicht Virtualization of Virtual Field Trips – A Case Study from Higher Education in Environmental Engineering und werden ebenfalls fortlaufend ergänzt.

Hier gelangen Sie zum Rundgang Neues Bauen Am Horn.





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Bei der P-Bank handelt es sich um eine mobile Demonstrationstoilette, die zur öffentlichen Bewusstseinsbildung der Notwendigkeit zur Rückgewinnung der endlichen Ressource Phosphor in der Öffentlichkeit vom b.is (Bauhaus-Institut für zukunftsweisende Infrastruktursysteme) entwickelt wurde. Basis der P-Bank ist ein mobiler Bauwagen, in dem Trenntoiletten den phosphorhaltigen Urin und Fäzes separat voneinander sammeln. Als endliche Ressource, die nur an wenigen Orten auf der Erde abgebaut werden kann, jedoch etwa als Dünger in der Landwirtschaft unerlässlich ist, sind in Zukunft Wege zu etablieren, Phosphor zu recyceln. Um diesen Aspekt zu illustrieren, befindet sich in der P-Bank ebenfalls eine Anlage zur Phosphoraufbereitung, der Platz vor dem Bauwagen wird zudem durch Bepflanzungen ergänzt, für die der zurückgewonnene Dünger im Kreislauf direkt genutzt wird.

Mit Hilfe dieses erlebbaren Raums schafft die P-Bank Identifikationsmöglichkeiten mit Schnittstellen zwischen Abwasserentsorgung und Ressourcenwirtschaft und umfasst die Erprobung einer neugedachten Toilettenanlage für den öffentlichen Raum. Ressourcenorientierte Sanitärsysteme rücken damit weiter in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. Erklärtes Ziel der P-Bank ist die Sensibilisierung der Nutzer für die Verknappung des lebenswichtigen Rohstoffes Phosphor (P = „Phosphor“) als Ressource sowie die zeitgleich stattfindende Fehlleitung der Nährstoffe (P = „to pee“) und der daraus folgenden schädlichen Umweltwirkung.

Die Ideen der P-Bank werden bereits als Fallbeispiele in der Lehre in Vorlesungen eingesetzt – vor allem um für knapper werdende Ressourcen zu sensibilisieren und auf die Möglichkeiten hinzuweisen mit neuen, unkonventionellen Ideen aktuelle und zukünftige Probleme zu lösen. Jedoch ergibt sich daraus nicht zwangsläufig ein tieferes Verständnis für die Sachverhalte. Mit Hilfe eines 3D-Scans der mobilen Trenntoilette in Kombination mit 360°-Außenaufnahmen, können sich die Studierenden in diesem Lehrmodell den Aufbau und die technischen Hintergründe der Anlage selbst erarbeiten und so mit einem Praxisbeispiel verknüpfen. Alle wichtigen Informationen sind mit Hilfe von integrierten Videos, Fotos und Grafiken abrufbar. Das Lehrmodell wurde bereits mehrfach erfolgreich in der Lehre eingesetzt.

Kooperationspartner des Projektes sind:
WERKHAUS Design + Produktion GmbH
Goldeimer gGmbH.

Die P-Bank wird am 10. und 11. Juni 2021 zur Woche der Umwelt im Schloss Bellevue (virtuell) ausgestellt werden.

Hier kommen Sie direkt zur Toilette.


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Die Bauhaus-Universität Weimar und insbesondere das Bauhaus-Institut für zukunftsweisende Infrastruktursysteme (b.is) arbeiten weltweit mit Partneruniversitäten im Bereich der Erforschung von Infrastrukturprojekten zusammen. Dabei werden immer wieder Austauschprojekte, Reisen zu internationalen Konferenzen und fachbezogene Exkursionen für Studierende organisiert. Deren Fokus liegt insbesondere auf dem Kennenlernen der (technischen) Strukturen und Kulturen der Länder.

Da einerseits durch die Corona-Pandemie das Reisen kaum noch möglich ist, die Kosten für solche Fernreisen  hoch sind und sich zunehmend, aus Sicht des Klimawandels, die Frage nach Sinn und Zweck solcher Reisen immer drängender stellt, sollte auch hier über Alternativen nachgedacht werden – gleichwohl mit Blick auf den zwischenmenschlichen Austausch Exkursionen in andere Länder nur bedingt zu ersetzen sind. Aber wie lässt sich vor Ort trotzdem ein möglichst realer Eindruck auch für nachfolgende Studierende festhalten, die nicht die Chance bekommen zu reisen?

Mit der 360°-Technologie haben wir die Möglichkeit virtuelle Exkursionen von Orten zu erstellen, zu denen normalerweise nur eine kleine Anzahl an Studierenden Zugang hat. So haben wir hier einen virtuellen „Kurztrip“ nach Bangladesch erstellt, der sich mit der Situation sanitärer Einrichtungen in einer informellen Siedlung in Khulna befasst. Hier können Studierende an einem konkreten Beispiel Hintergrundinformationen zu dortigen technischen Herausforderungen der Sanitärversorgung beziehen, die sie sonst nur vor Ort erhalten können. Was geschieht z.B. lokal, wenn in einer informellen Siedlung in Bangladesch mit Hilfe europäischer Beteiligung Toiletten errichtet werden?

Da viele Projekte weltweite Kooperationspartner haben, bietet die 360°-Technologie großes Potenzial Studierenden, aber auch allen anderen, das Leben in anderen Regionen näher zu bringen. In Zukunft werden wir deshalb mit der Initiative Der Klimawandel – Verstehen und Handeln zusammenarbeiten, um diese Idee weiterzuverfolgen und die Menschen vor Ort thematisch stärker mit einbeziehen. Wir entwickeln dafür aktuell ein Konzept, wie 360°-Fotos und Videos von den Menschen vor Ort selbst aufgenommen werden können, um die konkreten Auswirkungen des Klimawandels sichtbar zu machen. Die Veränderungen können so niedrigschwellig - im Sinne der Citizen Science - selbstständig dokumentiert und sichtbar gemacht werden und z.B. auf dieser Plattform präsentiert werden.

Hier gelangen Sie in die informelle Siedlung in Bangladesch.



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In Zusammenarbeit mit dem Wasserversorgungszweckverband Weimar und dem Bildungsverein der Ver- und Entsorgungsunternehmen Thüringen e.V. (BVE) wurde die südlich von Weimar gelegene Trinkwasseraufbereitungsanlage Tiefengruben  3D gescannt, digitalisiert und didaktisch aufbereitet. Ähnlich wie im Modell der P-Bank werden die Inhalte der Lehrveranstaltung zur Wasserinfrastruktur Studierenden an einem konkreten Beispiel vermittelt. Die Studierenden lernen u.a. die Historie und die Architektur des Gebäudes kennen und erfahren, welche Filterstufen gewonnenes Rohwasser durchlaufen muss, damit es letztendlich als Trinkwasser genutzt werden kann.

Auch dieses Modell wurde und wird bereits an verschiedenen Hochschulen (u.a. Fachhochschule Erfurt) regelmäßig in der Lehre eingesetzt und evaluiert. Der Wasserversorgungszweckverband Weimar selbst nutzt dieses Modell für die Schulung ihrer eigenen Mitarbeiter*innen, für Schulklassen und interessierte Bürger*innen.

Hier gelangen Sie direkt zur Wasseraufbereitungsanlage Tiefengruben.


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Ähnlich wie das bereits beschriebene Beispiel der informellen Siedlung in Bangladesch nutzen wir hier die 360°-Technologie in Form einer 360°-Videoaufnahme, um ein weiteres Infrastrukturprojekt im Ausland für die Ausbildung der Studierenden möglichst immersiv und realitätsnah abzubilden. In diesem Beispiel wurde 2019 der damals aktuelle Stand des größten im Bau befindlichen Infrastrukturprojektes in Bangladesch aufgezeichnet – die sogenannte Padma Bridge über den Padma River. Sie gilt mit ihren 6,15 Km als prestigeträchtigstes Infrastrukturprojekt in Bangladesch und verbindet den nördlichen und südlichen Teil des Landes miteinander. Wird die Brücke, bestehend aus Zugstrecke und Fernverkehrsstraße, 2022 fertiggestellt, spart sie für Händler*innen 3-4 Stunden Wartezeit auf eine Fähre ein und wird die Wirtschaftsleistung Bangladeschs Schätzungen zu Folge jährlich um 1% erhöhen. Errichtet wird die Brücke mit Hilfe einer chinesischen Baufirma, die als mutmaßlicher, späterer Betreiber die Kosten durch Mautgebühren refinanzieren wird. Die Padma Bridge gehört als Bauwerk zur neuen Seidenstraße Chinas und bietet u.a. inhaltliche Ansatzpunkte, um über Entwicklungszusammenarbeit und geopolitische Interessen zu recherchieren und diskutieren.

Einen ersten weiterführenden Link zu Informationen über die Padma Bridge finden Sie hier.

Schauen Sie sich selbst im 360°-Video um (vorausgesetzt Ihr Browser unterstützt 360°-Videos). Klicken Sie dafür auf das Feld 360° Video anschauen.



360°-Videos können in ihrem Browser nicht angezeigt werden.

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Als Beispiel, wie wir die Plattform in Zukunft thematisch breiter aufstellen und weiterentwickeln werden, können Sie hier bereits eine Ausstellung der Gegenwartskunst in der ACC Galerie Weimar vom November 2020 besuchen. Da wir der Überzeugung sind, dass gerade fachübergreifendes Interesse und Zusammenarbeit für die Zukunft entscheidend sein werden, sollte der Blick auch über die eigenen Fachgrenzen hinaus erweitert werden.

Das Projekt Vom Glück in der Provinz steht unter dem Motto „Perspektivwechsel – Ausstellungsreigen im ländlichen Raum. Thüringen: reich an Kultur, schwach an Struktur. Was soll, was ist, was kann Thüringen heute sein?“. Ein Ausstellungsreigen vernetzt Thüringer Regionen jenseits der ­Städtekette Erfurt-Weimar-Jena mit dem KUNSTFEST WEIMAR. Die ACC GALERIE WEIMAR und der JENAER KUNSTVEREIN haben zwölf kleine Ausstellungsprojekte ausgewählt bzw. mitinitiiert, die das Land 100 Jahre nach seiner Gründung reicher machen. Im Zentrum stehen Initiativen oder Künstler*innen, die oft im Verborgenen agieren und darum umso mehr überraschen können.
Erstellt wurde der Rundgang von paradiesFilm & drei60.

Hier gelangen Sie zur Ausstellung Vom Glück der Provinz.



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Hintergründe

Im weiteren Verlauf der Projektentwicklung werden Sie an dieser Stelle Anleitungen, Workshops und Feedbackmöglichkeiten finden, die Ihnen dabei helfen sollen, eigene 360°-Lernszenarien zu erstellen. Damit soll zukünftig eine gemeinsam gestaltete große Bandbreite an Themen und Fachgebieten auf dieser Plattform verfügbar werden.

Dabei ist es unser Ziel die Plattform als Open Educational Ressource (OER) Seite zu etablieren, sodass die freigegebenen Inhalte auch weiterbearbeitet und genutzt werden können. Hierfür arbeiten wird derzeit an dem notwendigen rechtlichen und organisatorischen Rahmen.

Die Rundgänge, Exkursionen und Lernszenarien werden zudem in einem Wiki-basierten Content Management System hinterlegt, zu dem registrierte Nutzer*innen Zugang erhalten, um Inhalte für die eigene Verwendung herunterzuladen, zu ergänzen oder zu kommentieren. Der Entwicklungsprozess hierfür beginnt mit dem Start dieser ersten Plattformversion. Und wir freuen uns auf jede Form der Unterstützung und Rückmeldung.

Werden Sie Teil der Plattform.



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Projektleiter
Prof. Dr.-Ing. Jörg Londong 

Projekt- und Teamkoordinator
Dipl.-Des. Florian Wehking 

Projektmitarbeiter*innen
Dr.-Ing. Heinrich Söbke
Mario Wolf M.Sc.
Anna Pfannstiel
Eva Konetzki
Ghiath Alsheikh Khaled

Förderer & Unterstützer
Stifterverband Wirkung hoch 100 
Bauhaus-Universität Weimar
Professur Siedlungswasserwirtschaft
Bauhaus-Institut für zukunftsweisende Infrastruktursysteme (b.is)
Project Together
Wasserversorgungszweckverband Weimar
Bildungsverein der Ver- und Entsorgungsunternehmen Thüringen e.V. (BVE)
ACC Galerie Weimar
Nivre Film & Studio GmbH

Kontakt
florian.wehking[at]uni-weimar.de
Goetheplatz 7/8
99423 Weimar

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